Am Samstag den 23.7 starteten wir unsere Reise mit dem ÖRV Team Bus und 20 Rädern im Gepäck Richtung Kopenhagen, in Hannover legten wir einen Zwischenstopp ein um uns von den Strapazen zu erholen und etwas Schlaf zu finden. Am Tag darauf ging die Reise nach Kopenhagen weiter die ohne größere Schwierigkeiten verlief, jedoch zeigte sich die Sonne den ganzen Tag über nicht, und nachdem es dann noch zu regnen begann, machte ich mir Gedanken darüber, ob die Bahn damit zurecht kam. Da erst am Montag Training anstand machten wir uns gemeinsam mit einigen anderen Kaderfahrern auf den Weg die Stadt zu erkunden.
Am Montagabend war das erste Training angesetzt, die Bahn war gegen alle Befürchtungen in perfektem Zustand, was bei einer WM natürlich erwartet wird. Die Bahn war super, nur das Gate war etwas gewöhnungsbedürftig da man erst sehr spät losstarten konnte. Für Dienstag war noch ein zweites Training angesagt das wir natürlich nutzten.
Mittwoch war der erste Renntag und auch gleich der Tag der Endscheidung für Nathalie in der Kategorie Girls 12. Sie konnte sich souverän für das Halbfinale qualifizieren, und kam dort als fünfte nur knapp nicht bis ins Finale, das überraschenderweise eine Japanerin gewann! Nathalie zählt somit zu den 10 besten Girls 12 der Welt.
Donnerstag war der Tag der Entscheidung für mich in der Klasse Boys 15, die Strecke war erstmals komplett trocken und superschnell! Ich muss sagen Kopenhagen ist eine der besten Strecken die ich je gefahren bin, super flowig und schnell.
Im ersten Moto hatte ich einen Superstart, als zweiter ging es aus der ersten Kurve, doch vor mir stürzte ein Franzose und ich konnte nicht mehr ausweichen, dadurch, dass ich sehr schnell wieder aufstand konnte ich mir dennoch Platz 5 sichern. Der Start im zweiten Moto war noch besser! Mit Platz 1 ging es in die erste Kurve, wo ich etwas Zeit liegen lies, deswegen wurde ich in der 2. Geraden überholt. In der 2. Kurve konnte ich mir meinen 1. Platz durch ein gewagtes Manöver aber wieder zurückholen. Mit Platz 1 ging es ins Ziel.
Moto 3 war nicht ganz so gut. Mein Start war schlecht und deswegen konnte ich „nur“ den zweiten Platz ins Ziel fahren. Mit diesen Platzierungen konnte ich mich aber locker fürs 1/8 Finale qualifizieren.
Im 1/8 Finale erwischte ich einen guten Start und ging in Führung doch in der letzten Gerade ging mir etwas die Kraft aus und ich verlor noch einen Platz. Womit ich mich fürs ¼ Finale qualifizieren konnte.
Dann im ¼ Finale kam ich als 3. zum letzten Sprung auf der 1. Gerade, da es vor mir eng wurde musste ich bremsen und verlor einen Platz . ich konnte den 4 Platz jedoch bis ins Ziel halten und mich somit fürs ½ Finale qualifizieren!
Im ½ Finale verpatzte ich den Start total, und zwar wirklich TOTAL, und kam als letzter zum 1. Hügel wo ich den Absprung nicht sah und damit den Sprung auch noch verbockte. Bis ins Ziel konnte ich den Anschluss wieder finden jedoch nicht überholen, wer weiß was mit einem besserem Gate möglich gewesen wäre?! Aber trotzdem TOP 16 of the World ist mehr als ich mir erwartet habe und auf alle Fälle ein super Ergebnis.
Am Freitag und Samstag waren die Elite-Races dran die wir uns natürlich anschauten und ich sag euch die Jungs sind schnell, das ist unglaublich!!!
Sonntags gings dann wieder zurück ins Heimatland, 18 Stunden Nachtfahrt kann ich übrigens keinem empfehlen.
Ride on,
Tobias











